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Neue Veröffentlichung: Schäfer, Miriam/ Könecke, Sarah (2026): „Da wird er einfach als Verbrecher dargestellt und das war er nicht“
Die empirische Basis des Beitrages stellen familien- und lebensgeschichtliche Interviews mit Nachkommen von Personen dar, die als so genannte „Asoziale“ und „Kriminelle“ sowie als homosexuelle Männer im Nationalsozialismus verfolgt worden sind. Wir zeigen anhand von zwei empirischen Fällen, dass die Deutungen der Nachkommen von ihren biografischen Erfahrungen und Perspektiven abhängen. Diese sind in unseren Fällen besonders durch Klassen- und Milieuzugehörigkeiten bestimmt und stehen im Kontext anhaltender sozialer Abwertungserfahrungen. Deutlich wird, welche Wirkmächtigkeit das Fehlen von Wir-Gruppen, erinnerungspolitische Diskurse sowie die Zuschreibungen und NS-Kategorisierungen bis heute haben.
Schäfer, Miriam/ Könecke, Sarah (2026): „Da wird er einfach als Verbrecher dargestellt und das war er nicht“ : Deutungsprozesse von Nachkommen im Kontext marginalisierter NS-Verfolgungserfahrungen. Soziale Probleme 2026 (1). S. 23–38. Hier geht es zur Publikation.